Gemeinde Zwingenberg

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Aktuelles aus Zwingenberg

Jahresrückblick der Gemeinde Zwingenberg

Liebe Zwingenbergerinnen, liebe Zwingenberger,
wir begannen das Jahr 2022 in der guten Hoffnung, dass wir die Corona-Pandemie absehbar überstanden haben werden. Die Vorzeichen hierfür standen gut, dass es ein „normales“, weniger krisenbehaftetes Jahr werden könnte. Dann kam der 24. Februar – der Beginn der Invasion russischer Truppen in die Ukraine. Seitdem dauert der Angriffskrieg Russlands mit zunehmender Härte und Zerstörung an. Ein Krieg in Europa – für uns alle unvorstellbar bis zu diesem Moment – wirkt sich direkt und indirekt auch auf unser Leben hier in Deutschland, Baden-Württemberg, den Neckar-Odenwald-Kreis und unsere Gemeinde Zwingenberg aus. Ukrainische Flüchtlinge haben auch bei uns durch viel privates Engagement Zuflucht und Sicherheit gefunden. Die massive Verteuerung sämtlicher Energieträger macht sich in unseren Geldbeuteln bemerkbar – aber auch der kommunale Haushalt wird hiervon nicht verschont bleiben. In der sich gerade im Abschluss befindlichen Haushaltsplanung müssen wir von einer Steigerung von ca. 65.000€ allein durch gestiegene Strom- und Heizölkosten rechnen. Doch trotz der sich abzeichnenden schwierigeren Rahmenbedingungen konnten wir im vergangenen Jahr einiges für unsere Gemeinde bewegen.
Unübersehbar war die Schaffung der Glasfaserinfrastruktur, die nach etwa sieben Monaten zumindest im Tiefbau abgeschlossen werden konnte. Zweifellos gab es durch das Aufgraben sämtlicher Ortsstraßen auch zeitweise etwas chaotische Zustände. Abgesperrte Straßen, querende Baumaschinen, Staub und Dreck – mit etwas zeitlichem Abstand kann man aber festhalten, dass der Glasfaserausbau in Zwingenberg insgesamt gut geklappt hat – die durch die BBV eingesetzte Firma Erdal hat unter dem Strich eine gute Arbeit abgeliefert. Nun fehlt nur noch, dass auch die Hausanschlüsse aktiviert werden. Sobald der Gemeindeverwaltung hier belastbare Informationen vorliegen, werden diese natürlich über die Homepage und das Amtsblatt weitergeben.

Gehwege, Straßen, Kreuzungen - einmal quer durchs Dorf zogen sich die Tiefbauarbeiten der BBV, die schlussendlich doch zügig zum Abschluss gebracht werden konnten. Eine Mitteilung, wann die Anschlüsse auch aktiviert werden, liegt aktuell allerdings noch nicht vor.
Gehwege, Straßen, Kreuzungen - einmal quer durchs Dorf zogen sich die Tiefbauarbeiten der BBV, die schlussendlich doch zügig zum Abschluss gebracht werden konnten. Eine Mitteilung, wann die Anschlüsse auch aktiviert werden, liegt aktuell allerdings noch nicht vor.

Noch während die Bagger aufgrund des Glasfaserausbaus durchs Dorf rollten, wurde die nächste Baustelle eröffnet. Die Sanierung der Zufahrt zum Sportgelände stand schon lange auf dem „Wunschzettel“ des Gemeinderats – nachdem die Leerrohrtrasse zur Anbindung Zwingenbergs an den Hauptverteiler in Neckargerach zumindest bis auf Höhe des Kleinspielfeldes verlegt war, konnte es endlich losgehen. Die Neckargeracher Firma HLT vollzog den Auftrag innerhalb weniger Tage. Seither ist die Zufahrt mitsamt der Koppenbachbrücke endlich in einem für alle Verkehrsteilnehmer einwandfreien Zustand.

Die Zufahrt zur Sportanlage war in einem extrem schlechten Zustand. Die weitere Sanierung des
Die Zufahrt zur Sportanlage war in einem extrem schlechten Zustand. Die weitere Sanierung des "Roten Sandwegs" soll folgen.

Parallel hierzu begann die Sanierung der Straße „Am Mittelberg“. Auch hier haben wir abgewartet bis der Ausbau des Glasfasernetzes abgeschlossen war. Seither wurden dort punktuelle Kanalsanierungen durchgeführt und in den Stichstraßen Wasserleitungen getauscht. Eine ganze Reihe von Wasserschiebern wurde verbaut, sodass bei etwaigen Rohrbrüchen das Abstellen ganzer Straßenzüge nicht mehr notwendig sein wird und stattdessen nur kurze Abschnitte abgestellt werden müssen. Auch die Netze BW und die Telekom schlossen sich der Baumaßnahme an, sodass deren Versorgungsleitungen am Ende auch vollständig erneuert sein werden. In den nächsten Wochen werden die Hausanschlüssen für die Stromversorgung im Auftrag der Netze BW für die Anwesen neu verlegt, die bislang über Dachständer versorgt werden. Die Straße erhält abschließend eine neue Asphaltdecke und die Gehwege werden neu gepflastert. Auch der „Kurze Weg“ erhält eine neue Asphaltschicht und der Gehweg der Straße „Am Koppenbach“ wird gepflastert vom Abzweig „Kurzer Weg“ bis zur Bahnhofstraße, da auch hier die Anwesen einen neuen Hausanschluss durch die Netze BW erhalten werden.

Insbesondere der Austausch von Wasserleitungen in den Stichstraßen war dringend geboten. Mit dem Einbau von Schieberkreuzen soll künftig das großflächige Abstellen der Wasserversorgung im Falle eines Rohrbruchs verhindert werden.
Insbesondere der Austausch von Wasserleitungen in den Stichstraßen war dringend geboten. Mit dem Einbau von Schieberkreuzen soll künftig das großflächige Abstellen der Wasserversorgung im Falle eines Rohrbruchs verhindert werden.

In direkter Nähe zur gerade erfolgenden Straßensanierung wurde der Spielplatz auf Vordermann gebracht. Nach vielen Jahren der Reparatur, war der große hölzerne Spielturm nicht mehr zu retten. Die Prüfung durch die Dekra ergab weiterhin, dass die Fallbereiche um die vorhandenen Spielgeräte nicht ausreichend dimensioniert seien, sodass letztlich nur eine beinahe vollständige Neugestaltung übrigblieb. So wurde also ein neuer Kletterturm installiert, die Schaukeln umpositioniert und um eine Nestschaukel ergänzt sowie eine Rutsche eingebaut. Über die Fläche wurde der von den Prüfern geforderte Fallbereich eingerichtet. Auch der Spielplatz im Kohlstatterfeld wurde komplett neu gestaltet. Auch hier wurden neue Schaukeln installiert, die Fallbereich ergänzt und ein neues Spielgerät zentral positioniert. Ergänzt wurde die Anlage um ein Sonnensegel über dem Sandkasten. Beide Spielplätze wurden durch LEADER-Fördermittel und aus dem kommunalen Haushalt finanziert. Im kommenden Sommer soll auch eine Einweihung erfolgen.

Lange behalf man sich mit punktuellen Reparaturen der vorhandenen Spielgeräte - aber nun wurde der Spielplant
Lange behalf man sich mit punktuellen Reparaturen der vorhandenen Spielgeräte - aber nun wurde der Spielplant "Am Mittelberg" grundlegend saniert und die geforderten Fallbereiche eingerichtet.

Mit Blick auf die Zukunft und zunächst auch unabhängig von der derzeit viel diskutierten Frage, wie die Energieversorgung in Deutschland zukünftig sichergestellt werden kann, fand im Herbst des vergangenen Jahres eine Bürgerversammlung statt, die unter anderem den möglichen Aufbau eines Nahwärmenetzes zum Inhalt hatte. Mit Unterstützung durch die Energie-Agentur Neckar-Odenwald (EAN), wurde vorbereitend hierzu im Frühjahr 2022 eine erste Umfrage durchgeführt mit dem Ziel, das Interesse der Bürgerschaft an einer zentralen Wärmeversorgung zu erfahren und Daten über Energieverbräuche zu sammeln. Bereits durch diese Umfrage war ein starkes Interesse der Zwingenberger Hauseigentümer erkennbar. Parallel und auch ergänzend dazu steht die Entwicklung der großen Freifläche in der Bahnhofstraße im Raum. Wie diese aussehen könnte, wurde ebenfalls im Rahmen der Bürgerversammlung vorgestellt. Demnach bestehe hier das Potential und die Gelegenheit eine barrierefreie Wohnanlage (betreutes Wohnen) zu errichten. Da auch ein solcher Gebäudekomplex einen großen Wärmebedarf habe, könnten sich diese beiden Projekte gut ergänzen. Letztlich muss sich ein Nahwärmenetz eben auch „rechnen“ – je mehr (vor allem auch große) Abnehmer am Netz sind, desto besser für alle Beteiligten. Im weiteren Verlauf ist nun die detailliertere Datenerhebung vorgesehen – ein sogenanntes Quartierskonzept soll entwickelt werden. Die Gemeinde Zwingenberg hat hierfür einen Förderantrag bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) gestellt und die Eigenmittel im diesjährigen Haushalt eingeplant. Die Projektentwickler, die das betreute Wohnen in der Bahnhofstraße realisieren wollen, arbeiten parallel an der weiteren Planung.

Groß war das Interesse an den beiden Themen, die im Oktober in der Peter-Kirchesch-Halle vorgestellt wurden.
Groß war das Interesse an den beiden Themen, die im Oktober in der Peter-Kirchesch-Halle vorgestellt wurden.

Abgeschlossen werden konnte die Sanierung der Peter-Kirchesch-Halle. Hier wurde das Foyer und die Toilettenanlagen grundlegend erneuert. Alles begann vor einigen Jahren mit einer Brandschutzbegehung, die die Errichtung des Fluchtwegs aus dem Sportheim zur Folge hatte ebenso wie viele kleinere Maßnahmen in der Gebäudetechnik. Es folgte auch die Erneuerung des Hallenbodens und nun eben abschließend der Eingangsbereich mit den Toiletten. Hier wurde die Beleuchtung erneuert, die ehemals dunklen Holzdecken durch helle Elemente ersetzt und die sanitäre Einrichtung in den Toiletten komplett ausgetauscht.

Das ehemals recht dunkle Foyer und die in die Jahre gekommenen sanitären Einrichtungen wurden saniert, eine neue Beleuchtung installiert und so insgesamt der Eingangsbereich freundlicher gestaltet.
Das ehemals recht dunkle Foyer und die in die Jahre gekommenen sanitären Einrichtungen wurden saniert, eine neue Beleuchtung installiert und so insgesamt der Eingangsbereich freundlicher gestaltet.

Liebe Zwingenbergerinnen, liebe Zwingenberger,
im vergangenen Jahr hatten wir endlich die Chance Projekte anzugehen und zu verwirklichen, die schon lange auf die jeweilige Umsetzung warteten. Wir wollen dies, so es uns finanziell möglich ist, auch fortsetzen. Es bleibt weiterhin viel an der Zwingenberger Infrastruktur zu tun – Straßen, Ver- und Entsorgungsleitungen stehen zur Sanierung an. Eine gute Planung sichert schlussendlich auch die Finanzierung dieser Baumaßnahmen – es sollen entsprechende Förderanträge eingereicht werden. Beispielhaft sei hier die Umsetzung des sogenannten Allgemeinen Kanalplans (AKP) genannt. Dieser zeigt auf, wo im Zwingenberger Kanalnetz Mängel vorhanden sind, wo Kanäle aufdimensioniert oder Trassenverläufe verändert werden müssen. Aber auch die Netze BW als (Strom-)Versorger will in den kommenden Jahren weiter Straßenzüge mit einer Erdverkabelung versehen. Im Neugereut ist dies beispielsweise geplant, was für die Gemeinde bedeutet, dass die Straßenbeleuchtung entsprechend erneuert werden muss. Wo immer möglich, sollen solche Maßnahmen koordiniert und somit effizient ablaufen – Baumaßnahmen zusammenfassen, um so eine optimale Finanzierung zu gewährleisten.
Zweifellos werden diese Maßnahmen auch immer wieder zu Straßensperrungen führen, Baustellenverkehr verursachen oder im wahrsten Sinne des Wortes „Staub aufwirbeln“. Es aus diesen Gründen aber nicht zu tun, ist auch nicht der richtige Weg. Deshalb bitten wir weiterhin um Verständnis und bedanken und für Ihre Geduld, wenn es an manchen Stellen im Dorf mal wieder etwas chaotischer zugeht. Herzlichen Dank hierfür!
Bedanken möchte ich mich ebenso herzlich bei unserem Gemeinderat und unseren Verbandsgremien für die tolle Zusammenarbeit, die es uns erst ermöglicht, die genannten Projekte und Maßnahmen anzugehen.
Damit wünschen ich Ihnen – auch im Namen unseres Gemeinderats – alles Gute für das noch junge Jahr. Allem voran Gesundheit und Wohlergehen.
Herzlichst,
Ihr

Norman Link

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