Gemeinde Zwingenberg

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Aktuelles aus Zwingenberg

Wasserzweckverband stellt weitere Planungen vor


Bau der Quellleitung aus dem Seebachtal soll im Herbst starten
Auch die jüngste Verbandsversammlung des Wasserzweckverbands Mittleres Neckartal hatte einiges Interessantes zu bieten. Als durchaus ambitioniert bezeichnete Verbandsvorsitzender Norman Link die Pläne des Zweckverbandes innerhalb weniger Jahre die Wasserversorgung der beiden Gemeinden Neckargerach und Zwingenberg komplett neu auszurichten. Diese Neuausrichtung wolle man aber bewusst in diesem Tempo angehen, um zum einen die bestehenden Defizite schnellstmöglich auszumerzen und zum anderen, um die derzeit vorherrschende Niedrigzinsphase auszunutzen.
Zunächst aber startete die Sitzung mit einem Rückblick auf die derzeit laufende Baumaßnahme, die im Gesamtkonzept als „1. Bauabschnitt – Anbindung des Tiefbrunnens Untere Liss an den Hochbehälter Zwingenberg“ firmiert. Durch die Witterung gestoppt und durch Corona ausgebremst, soll es aber nun zügig weitergehen mit den Tiefbauarbeiten und mit der Spülbohrung unter dem Koppenbach. Ergänzt wird die Maßnahme durch das für das Prozessleitsystem notwendige Glasfaserkabel. Die vorhandenen Leerrohre unter der Bahntrasse und unter der Bundesstraße wurden gefunden und können hoffentlich für das Steuerkabel Verwendung finden.
Durch Ingenieurbüro in Zusammenarbeit mit der Verbandsverwaltung vorbereitet und rechtzeitig eingereicht, wurde der Zuschussantrag für den „2. Bauabschnitt – Neustrukturierung der Kandelwiesen- und Drei-Dohlen-Quelle“. In der Verbandsversammlung im letzten Herbst wurden die Pläne vorgestellt. Seither arbeite man mit den Fachbehörden an den notwendigen Genehmigungen, die aufgrund der Lage im Seebachtal mit der mehrfachen Querung des Bachs, dem FFH-Gebiet und dem Forst, gutachterlich untermauert sein müssen. Zugleich sind diese Genehmigungen aber zwingende Voraussetzung für die Bewilligung des Förderantrags. Ebenso müssen für diese Bewilligung sämtliche Grundstückverhandlungen abgeschlossen sein – die Leitungstrasse verläuft zum Teil auf privaten Grundstücken, um das Ziel zu erreichen, die Quellwässer aus beiden Quellen durch natürliches Gefälle in das Betriebsgebäude im Gewann Gertberg zu fördern. Die Baugrunduntersuchungen, die ebenso für die Genehmigungen der Fachbehörden notwendig sind, aber auch für die spätere Ausschreibung wertvolle Informationen liefern sollen, werden in Kürze durchgeführt. Wenn dies alles erledigt ist und Genehmigungen vorhanden sind, könne man im besten Falle mit einer Zuschussbewilligung im Mai rechnen. Die Erfahrungen zeigten aber, dass dies auch deutlich später erst der Fall sein könne – so war es schon Herbst bis der Bewilligungsbescheid zum 1. Bauabschnitt in der Verwaltung eingetroffen ist.

Bis dahin arbeite man parallel an den darauffolgenden Bauschnitten. Abschnitt „3. Neubau Verbundhochbehälter mit Filteranlage“ und Abschnitt „4. Verbindungsleitung Neckargerach-Zwingenberg“ sollen in einem Zuge gebaut werden, da diese in ihrer Funktion direkt miteinander zusammenhängen. Für die Berechnung der Größe und für die Bestimmung der Lage des Verbundhochbehälters, war zuvor eine sogenannte Rohrnetzberechnung erstellt worden. Vereinfacht gesagt, wurde hier rechnerisch bemessen, wie viel Wasser an welcher Stelle in den drei Ortschaften verfügbar ist. Hierüber wird in Kürze separat berichtet.
Identifiziert wurde zwischenzeitlich die beste Lage des Behälters – tatsächlich befände sich diese in direkter Nachbarschaft zum Hochbehälter, der aktuell die beiden Hochzonen Neckargerachs versorgt. Die möglichen tieferen Lagen haben den Nachteil, dass sie einen größeren Eingriff in den Wald verursachten und in den Versorgungszonen der drei Ortschaften Druckerhöhungsanlagen notwendig machen würden. Zwar müsse zunächst auch das Wasser auf das Niveau des Verbundhochbehälters gepumpt werden, doch diese aufzuwendende Energie ist im Vergleich zu den Kosten des Betriebs mehrerer Druckerhöhungsanlagen deutlich geringer.

Die Lage des neuen Verbundhochbehälters und dessen Energieversorgung zeigt diese Abbildung. Durch die Höhenlage wären die drei Ortschaften allesamt ohne zusätzliche Druckerhöhungsanlage zu versorgen. Die gelbe Linie stellt die Trasse dar, auf der die Stromversorgungsleitung verlegt werden müsste. Diese deckt sich großteils mit der Trasse der zukünftigen Wasserhauptleitungen.
Die Lage des neuen Verbundhochbehälters und dessen Energieversorgung zeigt diese Abbildung. Durch die Höhenlage wären die drei Ortschaften allesamt ohne zusätzliche Druckerhöhungsanlage zu versorgen. Die gelbe Linie stellt die Trasse dar, auf der die Stromversorgungsleitung verlegt werden müsste. Diese deckt sich großteils mit der Trasse der zukünftigen Wasserhauptleitungen.
Was im oberen Querschnitt mit etwas Phantasie wie ein Flugzeug aussieht, ist tatsächlich ein Wasserhochbehälter mit zwei getrennten Kammern. Das Fassungsvermögen des Behälters beträgt dann insgesamt 1.300 Kubikmeter Trink- und Löschwasser. In dem Gebäude soll dann auch die Filteranlage stehen.
Was im oberen Querschnitt mit etwas Phantasie wie ein Flugzeug aussieht, ist tatsächlich ein Wasserhochbehälter mit zwei getrennten Kammern. Das Fassungsvermögen des Behälters beträgt dann insgesamt 1.300 Kubikmeter Trink- und Löschwasser. In dem Gebäude soll dann auch die Filteranlage stehen.
Vorausgesetzt, dass der Wasserzweckverband die zu beantragende Förderung vom Land erhält, könnte Ende 2022 Baubeginn für die Verbindungsleitung Neckargerach-Zwingenberg und für den neuen Verbundhochbehälter sein. Die Verbandsverwaltung strebt gemeinsam mit dem beauftragten Ingenieurbüro ein zeitnahes Abstimmungsgespräch mit dem Regierungspräsidium Karlsruhe an.
Vorausgesetzt, dass der Wasserzweckverband die zu beantragende Förderung vom Land erhält, könnte Ende 2022 Baubeginn für die Verbindungsleitung Neckargerach-Zwingenberg und für den neuen Verbundhochbehälter sein. Die Verbandsverwaltung strebt gemeinsam mit dem beauftragten Ingenieurbüro ein zeitnahes Abstimmungsgespräch mit dem Regierungspräsidium Karlsruhe an.

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