Gemeinde Zwingenberg

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Aktuelles aus Zwingenberg

Pflanzaktion am Zwingenberger Hof -NaturFreundehaus-

Pflanzaktion von Streuobstbäumen am Zwingenberger Hof
Am Samstag, den 09.11.2019 trafen sich Vertreter der Naturfreunde Neckarbischofsheim, der Gemeinde Zwingenberg, der Fachwartvereinigung für Obst- und Gartenbau Neckar-Odenwald, des Landschaftserhaltungsverbands Neckar-Odenwald-Kreis und interessierte Bürger zur Pflanzung der drei Streuobstbäume, für die der Neckar-Odenwald-Kreis 2014 die Patenschaft übernommen hatte.
Hintergrund dieser Sortenpatenschaft ist eine Initiative des Kompetenzzentrums Obstbau-Bodensee (KOB). Zur Erhaltung der Sortenvielfalt und Förderung des Streuobstbaus wurde die Aktion „Streuobstpatenschaften der Landkreise in Baden-Württemberg“ ins Leben gerufen. Dabei geht es vor allem um regionale und seltene Apfel-, Birnen- und Kirschensorten, die teilweise kaum noch in Baumschulen erhältlich sind. Vor allem will man für den Erhalt der klassischen Streuobstwiesen, Alleen, Baumreihen und Einzelbäume werben.
Als Standort der Apfelsorten „Goldparmäne“ und „Landsberger Renette“ sowie der Birnensorte „Mollebusch“ wurde eine erst kürzlich freigepflegte Hangfläche am Naturfreundehaus „Zwingenberger Hof“ gewählt.
Der 1. Vorsitzende der Fachwartvereinigung Lothar Maier erklärte den Helferinnen und Helfern die richtige Pflanzung samt Wurzel- und Pflanzschnitt.
Nach der erfolgreichen Pflanzung begrüßte der 1. Vorsitzende der Naturfreunde Neckarbischofsheim Herbert Hauck die Gäste. Neben den drei Patenschaftsbäumen wurden weitere sieben alte regionaltypische Streuobstsorten gepflanzt. Herbert Hauck dankte v. a. der Gemeinde Zwingenberg und dem Landschaftserhaltungsverband für die finanzielle und fachliche Unterstützung. Das hoffentlich künftig reich geerntete Obst soll in der Naturfreundehaus-Gaststätte am Zwingenberger Hof zu köstlichen Gerichten verarbeitet und angeboten werden.
Bürgermeister Norman Link dankte ebenfalls den Beteiligten für ihr Engagement zum Erhalt des in Zwingenberg landschaftsprägenden Streuobsts. Er könne sich noch gut erinnern, wie früher selbstverständlich das Streuobst zur Most- und Saftherstellung gesammelt wurde. Statt der Sortenvielfalt in der freien Landschaft fände man heute nur noch wenige Sorten in den Supermärkten.
LEV-Geschäftsführer Matthias Jurgovsky bekräftigte, dass die Aktion am Zwingen-berger Hof eine von mehreren im Landkreis geplanten Pflanzungen mit Infotafeln sei. Damit will man das Thema Streuobst wieder der Bevölkerung näherbringen und zu weiteren Aktionen zur Pflanzung, Verwertung und Wissensvermittlung animieren. Matthias Jurgovsky erläuterte die kulturelle, landschaftsästhetische und klimatische Bedeutung der Streuobstwiesen in unserer Region. So würden die Streuobstgürtel um die Ortschaften immer wichtiger in ihrer klimatischen Ausgleichsfunktion in trockenen und heißen Sommern. Zugleich seien diese Biotope Hotspots der Biodiversität mit einer hohen Bedeutung für die Artenvielfalt. Man geht alleine in diesem Lebensraum von einem geschätzten Arteninventar von ca. 3.000 Tierarten und mehreren 100 Pflanzenarten aus.

Abschließend brachten die Initiatoren die Tafeln direkt am Rad- und Wanderweg am Naturfreundehaus Zwingenberger Hof an, von wo aus sie gut sichtbar gelesen werden können. In ein paar Jahren darf man dann auch die reifen Früchte an den Bäumen bewundern.
Unser Bild zeigt den Geschäftsführer des Landschaftserhaltungsverbands Matthias Jurgovsky (1.v.l.), BM Norman Link, den Vorsitzender der Naturfreunde Neckarbischofsheim Herbert Hauk (3.v.r.) und den Vorsitzenden der Fachwartvereinigung Lothar Maier (1.v.r.) mit Gemeinderäten und Projektbeteiligten.
Abschließend brachten die Initiatoren die Tafeln direkt am Rad- und Wanderweg am Naturfreundehaus Zwingenberger Hof an, von wo aus sie gut sichtbar gelesen werden können. In ein paar Jahren darf man dann auch die reifen Früchte an den Bäumen bewundern.
Unser Bild zeigt den Geschäftsführer des Landschaftserhaltungsverbands Matthias Jurgovsky (1.v.l.), BM Norman Link, den Vorsitzender der Naturfreunde Neckarbischofsheim Herbert Hauk (3.v.r.) und den Vorsitzenden der Fachwartvereinigung Lothar Maier (1.v.r.) mit Gemeinderäten und Projektbeteiligten.

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