Gemeinde Zwingenberg

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Aktuelles aus Zwingenberg

Aus dem Gemeinderat

Aus dem Gemeinderat – Investitionen in der Trinkwasserversorgung
Zu jüngsten Sitzung des Zwingenberger Gemeinderates begrüßte Bürgermeister Norman Link neben dem vollzählig erschienen Gremium auch zahlreiche Zuhörerinnen und Zuhörer. Unter ihnen auch Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Zwingenberg, da auch Feuerwehrangelegenheiten auf der Tagesordnung zur Beratung und Beschlussfassung anstanden. Ebenso waren die Herren Ingenieure Besch und Sylla vom Ingenieurbüro Fritz-Planung gekommen. Sie bestritten den inhaltlich wie auch hinsichtlich seiner finanziellen Auswirkungen größten Tagesordnungspunkt. Hierbei geht es um die Sicherung der Trinkwasserversorgung der Gemeinde für die weitere Zukunft. Bürgermeister Link führte in das Thema ein, das auf der Tagesordnung mit „Rohwasseraufbereitung und Verlängerung der Wasserleitung des Tiefbrunnens zum Hochbehälter“ beschrieben war. Demnach wurde bei einem sogenannten 10-Wochen-Programm durch das Gesundheitsamt (Landratsamt Neckar-Odenwald-Kreis) die Quellen der Gemeinde auf Belastungen oder Schadstoffe geprüft. Auslöser hierfür war die Novellierung der Trinkwasserverordnung, die dahingehend verschärft wurde, dass das unbehandelte Quellwasser aufzubereiten ist, wenn sich hierfür die Notwendigkeit ergibt. Und letzteres wurde bei der Prüfung durch das Landratsamt festgestellt. Die Ingenieure erläuterten, dass durch den zerklüfteten Sandstein durch den das Wasser bis zur Quelle dringt, auch verschiedene Einträge von der Bodenoberfläche in das Wasser gelangen können. Zwar wird bisher schon das Quellwasser bevor es in die Haushalte kommt durch Chlorung aufbereitet. Zukünftig müsse aber eine Stufe vor dieser Chlorung eingebaut werden. Diese Vorgaben sind zu erfüllen, sodass der Gemeinde keine andere Möglichkeit bleibt als in die Wasseraufbereitung zu investieren. Die wirtschaftlichste Lösung ist der Einbau einer sogenannten Ultrafiltrationsanlage, die in der Lage ist, sämtliche Einträge in das Quellwasser herauszufiltern. Eine solche Anlage wurde seitens des Ingenieurbüros Fritz-Planung für den Hochbehälter Zwingenberg geplant und kalkuliert, wonach eine Investition von über 500.000€ im Raum steht. Das Land Baden-Württemberg fördert solche Investitionen mit bis zu 80%. Hier hat die Gemeindeverwaltung bereits einige Gespräche geführt und den Höchstfördersatz auch bestätigt bekommen. Der Antrag wurde gestellt – man erhofft sich noch in diesem Jahr eine Reaktion, ob tatsächlich im Jahr 2018 mit der Förderung gerechnet werden kann. Der Einbau der Anlage soll dann ebenfalls im Jahr 2018 und wird laut errechnetem Zeitplan bis Mitte 2019 erfolgen. Da die Wasserversorgung eine sogenannte kostenrechnende Einrichtung ist – das heißt, dass die Kosten durch die Gebühren zu decken sind – geht mit dieser baulichen Maßnahme auch eine Gebührenerhöhung einher, die aber erst nach entsprechender Kalkulation und somit auch frühestens 2019 erfolgen kann und durch den Gemeinderat beschlossen werden wird. Einig war man sich im Gremium, dass die eigene Wasserversorgung ein hohes Gut ist und die Alternativen, also Bezug von Wasser von Nachbargemeinden, noch teurer würde.
Die Verlängerung der Wasserleitung des Tiefbrunnens bis hin zum Hochbehälter wurde ebenfalls von den Herren Sylla und Besch erläutert. Demnach wird das Wasser des Tiefbrunnen zu Spitzenzeiten zwar aufbereitet aber nicht über den Hochbehälter sondern direkt ins Versorgungsnetz gepumpt. Diese Einleitung ins Netz ist allerdings nicht mehr Stand der Technik, da die Durchmischung von Wasser zweier Quellen an einem zentralen Punkt zu geschehen hätte. So müsse also mittelfristig dieses Wasser bis zum Hochbehälter geführt werden. Dieser zweite Bauabschnitt solle dann in den Folgejahren (nach dem Einbau der Ultrafiltrationsanlage) erfolgen.
  
Schnell einig war man sich im Gremium über die Vergabe des Auftrags zur Beschaffung eines Feuerwehrfahrzeuges für die Neckartalschiene. Die Kommandanten der Wehren aus Zwingenberg, Neckargerach, Binau und Guttenbach haben hierzu über viele Wochen hinweg an einem Fahrzeugkonzept gearbeitet und gemeinsam mit der Verwaltung die Ausschreibung durchgeführt. Vorweg haben die drei Neckartalgemeinden die Finanzierung des Fahrzeuges in ihrem jeweiligen Haushalt des Jahres 2017 sichergestellt. Im Ergebnis förderte die Ausschreibung zu Tage, dass die Firmen Magirus und Ziegler das Fahrzeug quasi gemeinsam herstellen werden, da die verschiedenen ausgeschriebenen Lose unterschiedlich vergeben werden müssen. Insgesamt wird das Fahrzeug einen Auftragswert von ca. 250.000€ haben. Diese Kosten werden anhand der Anzahl der Einwohner auf die drei Gemeinden umgelegt und die Förderungen abgezogen. Für die Gemeinde Zwingenberg verbleibt ein Finanzierungsanteil von 30.000€. Der Vergabe wurde nach einem herzlichen Dank an die Feuerwehrkameraden für ihre Arbeit einstimmig zugestimmt.
Ebenfalls einstimmig verabschiedet wurde die Feuerwehrkostensatzung, die ebenfalls von der Wehren der drei Gemeinden ausgearbeitet wurden. Die Kostensätze, die hier festgelegt wurden, sind somit zukünftig über die Gemeinden hinweg gleichlautend.
Im weiteren Verlauf kam man der Forderung der Rechtsaufsichtsbehörde nach, wonach zwei nicht mehr angewandte Satzungen aufgehoben werden sollten, was einstimmig durch das Gremium geschah.
Im Rahmen des Tagesordnungspunktes „Baugesuche“, hatte der neue Eigentümer des Grundstückes an der Brückenauffahrt (ehemalige Tankstelle und Autowerkstatt) die Gelegenheit, seine angedachten Investitionen zu erläutern. Demnach ist angestrebt dort wieder eine Tankstelle ebenso wie eine Fahrzeugwerkstatt in Betrieb zu nehmen. Ebenso soll ein Bistro errichtet werden und eine Halle für einen Gewerbebetrieb soll entstehen. Das Gremium begrüßte diese Ideen und man ist gespannt auf die weitere Entwicklung.
Informiert wurde seitens der Verwaltung über verschiedene Themen. Insbesondere die Prüfung der Schrägseile der Neckarbrücke nahm hier breiteren Raum ein. Gemäß der Vereinbarung mit den Baufirmen sind die Seile einmal jährlich zu prüfen. Grund hierfür sind die sogenannten Verfüllmittel, die in der Vergangenheit aus den Seilen ausgetreten und auf den Brückenkörper getropft waren. Bei der nun erfolgten Überprüfung wurde festgestellt, dass nach wie vor überschüssiges Seilverfüllmittel aus den Seilen tritt und die Prüfung somit weiter fortgesetzt werden muss.
Der Bauhof wird ein neues Fahrzeug erhalten nachdem die Reparatur des alten Fahrzeugs sich als nicht  mehr wirtschaftlich herausstellte. Der Auftrag wurde bereits vergeben. Die Firma Käsmann als günstigster Bieter wird also in Kürze einen neuen VW Caddy liefern – das aktuelle Fahrzeug wird der Gemeinde bis zur Lieferung des neuen Caddy zur Verfügung gestellt.
Über die Geschwindigkeitsmessungen an der B37 wurde informiert ebenso wie über die Sanierung der Minneburgschule in Neckargerach, da hier ja auch Zwingenberger Grundschülerinnen und Grundschüler unterrichtet werden.
Schließlich wurde noch der Kindergartenbedarfsplan für das Kindergartenjahr 2017/18 beraten und verabschiedet. Aus diesem Plan geht hervor, dass der Bedarf an Betreuungsplätzen in der Gemeinde abgedeckt werden kann nachdem eine weitere Gruppe für die jüngeren Kinder eingerichtet wurde. Der Kindergarten ist aber nach wie vor sehr gut ausgelastet.
Nach Anfragen und Anregungen aus den Reihen des Gemeinderates schloss Norman Link die Sitzung und bedankte sich für die konstruktive Arbeit  und bei den Zuhörerinnen und Zuhörern für ihr Interesse an den Geschehnissen in der Gemeinde.
  
 

  
  
  
     
  
  
  
  
  
  
  
 
 

Das Wasser das im Hochbehälter aufbereitet werden soll, kommt aus zwei Quellen. Hier im Bild Quelle 2.
Das Wasser das im Hochbehälter aufbereitet werden soll, kommt aus zwei Quellen. Hier im Bild Quelle 2.
Hier im Bild Quelle 1.
Hier im Bild Quelle 1.
Eine solche Ultrafiltrationsanlage soll in den Hochbehälter integriert werden.
Eine solche Ultrafiltrationsanlage soll in den Hochbehälter integriert werden.

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