Gemeinde Zwingenberg

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Aktuelles aus Zwingenberg

Aus dem Gemeinderat


 Zur jüngsten Sitzung des Zwingenberger Gemeinderats begrüßte Bürgermeister Norman Link neben den Mitgliedern des Gremiums die Zuhörer und Herrn Ingenieur Andreas Besch. Herr Besch vom Planungsbüro „Fritz-Planung“ gestaltete gemeinsam mit der Gemeindeverwaltung den Tagesordnungspunkt „Rohwasseraufbereitung“. Dahinter steckte die weitere Sicherung der Trinkwasserversorgung mit eigenem Wasser – doch dies zu gewährleistet bedeutet auch immer, dass Investitionen für die Aufbereitung des Quellwassers (Rohwasser) notwendig sind. Auslöser für absehbare weitere Investitionen in die Trinkwasseraufbereitung war ein sogenanntes 10-Wochen-Programm. Dieses wurde vom Gesundheitsamt des Landkreises veranlasst und durchgeführt und hatte letztlich die Messung und Prüfung der Trinkwasserqualität zum Inhalt. Nach der Novellierung der Trinkwasserverordnung muss der Wasserversorgung auch bereits das sogenannte Rohwasser nicht nur untersuchen sondern auch sicherstellen, dass es keinerlei mikrobielle Belastung aufweist. Um eine Belastung auszuschließen ist das Rohwasser noch vor der eigentlichen Aufbereitung, wie beispielsweise Chlorung, zu behandeln. Nachdem nun beim genannten 10-Wochen-Programm Auffälligkeiten festgestellt wurden, besteht für die Gemeinde Zwingenberg nun Handlungsbedarf. Eine Rohwasserbehandlung ist erforderlich, so die Prüfer. Dies kann beispielsweise durch eine sogenannte Ultrafiltrationsanlage erledigt werden. Um in die entsprechenden Planungen einzusteigen, hat sich die Gemeindeverwaltung umgehört und das Ingenieurbüro Fritz-Planung empfohlen bekommen. Herr Dipl.Ing. Besch erläuterte dem Gremium die genauen Umstände, warum es für die Gemeinde Zwingenberg notwendig wird in die Rohwasserbehandlung einzusteigen. Gemeinsam mit der Gemeindeverwaltung habe es demnach auch bereits ein Gespräch mit dem Landratsamt und dem Regierungspräsidium gegeben, um die mögliche finanzielle Förderung dieser für die Gemeinde Zwingenberg erheblichen Investition abzuklären. Man müsse nämlich mit „einigen Hunderttausend Euro“ zu rechnen. Diese Investition könne mit bis zu 80% der Kosten gefördert werden. Dementsprechend steige man nun in die Planung der zu installierenden Anlage ein, um damit eine genauere Kostenberechnung, die dann Grundlage für einen Förderantrag sein wird, zu erstellen. Bis Ende September soll der Förderantrag beim Regierungspräsidium vorliegen – verbunden mit der Hoffnung, dass daraufhin im kommenden Frühjahr ein Förderbescheid im Rathaus Zwingenberg eintrifft. Der Gemeinderat beauftragte das Ingenieurbüro folgerichtig mit den entsprechenden Planungsleistungen. Norman Link betonte noch, dass die Auffälligkeiten das unbehandelte Rohwasser betreffen. Das Wasser, das in den Haushalten ankommt, ist behandelt und weist keinerlei Auffälligkeiten auf. Man folge mit der Investition in die Trinkwasserversorgung den Vorgaben der Trinkwasserverordnung und könne nach der Installation der Ultrafiltrationsanlage auch die Chlorung des Trinkwassers reduzieren. 

Das Quell- oder Rohwasser muss behandelt werden.
Das Quell- oder Rohwasser muss behandelt werden.
Innerhalb des Rohrkellers soll hierfür voraussichtlich eine Filtrationsanlage eingebaut werden.
Innerhalb des Rohrkellers soll hierfür voraussichtlich eine Filtrationsanlage eingebaut werden.

Den folgenden Tagesordnungspunkt bestritt voraussichtlich letztmals der scheidende Kämmerer Werner Hiller. Es ging hierbei um die Feststellung der Jahresrechnung für das Jahr 2016. Werner Hiller hatte hierbei durchaus Positives zu berichten: Demnach habe des Jahr 2016 wesentliche besser abgeschlossen als erwartet. Sowohl der Verwaltungs- als auch der Vermögenshaushalt haben sich gut entwickelt, sodass sogar eine Zuführung an die allgemeine Rücklage möglich war. Angesichts des Fehlbetrags aus dem Jahr 2015 der in 2016 vollends abgearbeitet werden musste, war dies eine überaus erfreuliche Entwicklung.  Werner Hiller erläuterte die wesentlichen Abweichungen zwischen Rechnungsergebnis und dem Haushaltsplan 2016, die den Verwaltungshaushalt betreffen vor. Auch  die Positionen und Maßnahmen des Vermögenshaushaltes und deren Umsetzung war Teil seines Berichts. Seitens des Gremiums gab es nur erfreute Meinungen und so war auch der Beschluss zur Feststellung der Jahresrechnung reine Formsache.
Norman Link und Erich Steck informierten im weiteren Verlauf der Sitzung Gremium und Zuhörerschaft über aktuelle Entwicklungen in der Gemeinde. So habe man nach anwaltlicher Auseinandersetzung mit der Versicherung der Metropolregion Rhein-Neckar erreichen können, dass die Gemeinde Zwingenberg Schadensersatz für die Markierungen auf der Neckarbrücke erhält. Diese Markierungen, die für ein Kunstprojekt von der Metropolregion Rhein-Neckar auf dem Gehweg aufgebracht wurden, haben sich entgegen der Aussage der Verantwortlichen nicht wieder entfernen lassen. Zwischenzeitlich stand sogar die komplette Erneuerung des Belages zur Diskussion. Nachdem nun eine (maschinelle) Methode zur Entfernungen der Markierungen gefunden wurde und der angebotene Schadenersatz hierfür auskömmlich ist, kann die Angelegenheit damit abgeschlossen werden.
 
Informiert wurde weiter über die Sperrung des „Roten Wegs“ von Neckargerach nach Zwingenberg. Die Deutsche Bahn AG plant hier die Erneuerung der Eisenbahnunterführung ab dem 17. August 2017. Für diese Maßnahme ist nach Angaben der Bahn bis zum Frühjahr 2018 die Sperrung des Gemeindeverbindungsweges notwendig. Die genaue Sperrzeit wird sich erst im Laufe des Baus der Bahnunterführung ergeben. 

Der Durchlass am "Roten Weg" wird saniert - die Straße muss deshalb ab Mitte August gesperrt werden.
Der Durchlass am "Roten Weg" wird saniert - die Straße muss deshalb ab Mitte August gesperrt werden.

Investiert werden müssen in die Regenüberlaufbecken der Gemeinde Zwingenberg. Auch hier müsse eine Auflage des Landkreises erfüllt werden. Demnach müssen die beiden Becken, die jeweils an der B37 um Untergrund ihren Dienst verrichten, mit Messeinrichtungen ausgestattet werden, die die Häufigkeit und die Dauer des Regenüberlaufs protokollieren. Für diese Investition soll ebenfalls ein Förderantrag gestellt werden, sodass diese Maßnahme in 2018 umgesetzt werden kann. Mit diesen Informationen schloss Norman Link die Sitzung und dankte für die konstruktive Beratung.

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